11.07.2009

Am 11.07.2009 fand der erste “Übungstag” der FF Pleinfeld statt.

Nach einem Vorschlag aus der Mannschaft, einmal einen ganzen Samstag für mehrere Einsatzübungen zu verwenden, hatte Gruppenführer und Ausbilder Andreas Rixner diesen geplant und vorbereitet. In insgesamt 6 Szenarien, die nahezu die gesamte Bandbreite des Einsatzgeschehens unserer Wehr abdeckten, konnten die 18 Kameraden, darunter drei Gruppenführer und drei Maschinisten, ihr Können unter Beweis stellen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung um 9:00 Uhr erfolgte kurze Zeit später bereits die erste “Alarmierung”: Gerüstunfall am Einsiedel. Vor Ort wurde klar, dass die Bergung eines schwerverletzten Handwerkers aus luftiger Höhe nur mittels Schleifkorbtrage und über Drehleiter möglich ist.

Unmittelbar nach Ableistung der ersten Aufgabe ging es aber dann schon weiter: Unfall auf dem Bauhof Pleinfeld, ein Arbeiter eingeklemmt. Am Einsatzort stellte sich die Situation dar, dass ein Verletzter in einem Langholzstapel eingeklemmt war, den es unter Ausschluss von weiteren Gefahren für ihn sowie für die eingesetzten Kräfte zu bergen galt.

Vor dem Mittagessen forderte ein (imaginäres) Kätzchen die volle Konzentration und Schwindelfreiheit der Kameraden, das sich derart luftiger Höhe und unwegsamen Gelände in einem Baum verstiegen hatte, dass eine Rettung nur über eine Schiebeleiter möglich war.

In der Zwischenzeit war auf dem Feuerwehrhof bereits eine Stärkung für die fleißigen Männer vorbereitet worden, die diese auch dringend brauchten: bereits kurze Zeit später forderte ein Werkstattbrand die Truppe, bei dem zwei Arbeiter verletzt und vermisst wurden. Unter Einsatz von schwerem Atemschutz, Wärmebildkamera und Lüftern konnte aber auch dieser Übungseinsatz erfolgreich abgeschlossen werden.

Nachdem bereits nahezu alle Elemente im Spiel gewesen waren, war niemand sonderlich überrascht, als es für den fünften Übungseinsatz hieß: “Uferbrand am Großen Brombachsee im Bereich Heiligenblut - über den Landweg nicht zu erreichen.” Innerhalb kürzester Zeit wurde das Arbeitsboot der Wehr in Betrieb genommen, mit dem notwendigen Löschgerät beladen und an die Einsatzstelle verbracht, wo der angenommene Brand dann auch schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Kurz vor dem Ende des abwechslungsreichen Tages wurde die Hilfe der Rothelme ein letztes Mal in Anspruch genommen: drei Schwimmer hatte auf dem Weg von einem Ufer des Sees zum anderen die Kraft verlassen und trieben jetzt hilf- und kraftlos im Wasser. Innerhalb kürzester Zeit waren auch diese (von der DLRG Pleinfeld dargestellten) Opfer gerettet.

Kommandant Herzner dankte seinen Mannen am Ende des Samstags für ihr Engagement und ihre Übungsbereitschaft. Ein großes Lob erhielt auch der Organisator und Planer des Tages, Andreas Rixner. Übereinstimmend kam man zu dem Ergebnis: ein derartiger Tag wird auf jeden Fall wiederholt!

(Bericht von Frank Heller)

Bilder:





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