Einsatz vom 25.02.2010  
Datum/Uhrzeit 25.02.2010, 5:50 - 7:00 Uhr
Einsatz Erneute Brandstiftung in einer Scheune in Mischelbach
Alarmierung Melderschleife 179 (Sammelruf)
Eingesetzte Kräfte / Fahrzeuge eigene fremde
18 Feuerwehrleute
Einsatzleitwagen
Mehrzweckfahrzeug
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug
Tanklöschfahrzeug
Drehleiter
FF Mischelbach
FF Walting
Rettungsdienst
Polizeiinspektion Weißenburg
Kriminalpolizeiinspektion Ansbach
Einsatzbericht

Innerhalb von nur 10 Tagen brannte es zum 2. Mal in Mischelbach. Die Alarmmeldung lautet wieder “Scheunenbrand”. Beim Eintreffen konnte ein total verrauchter Stall festgestellt werden, in dem sich noch Kühe befanden. Das Feuer, das durch entzündetes Stroh gelegt worden war, konnte von einem geistesgegenwärtigen Nachbarn mit einen Wasserschlauch von außen durch die Stalltür schnell gelöscht werden. Dadurch konnte größerer Schaden vermieden werden. Durch sofortiges Lüften über beide Stalltüren konnte das Vieh im Stall verbleiben. Die Kripo nahm umgehend die Ermittlungen nach der Brandursache auf. Im Rahmen des Einsatzes wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

(Einsatzbericht von Uwe Groß)

Zeitungsbericht

5. Brand in Mischelbach

Feuer gerade noch gelöscht

Aufmerksamer Nachbar konnte Strohballen rechtzeitig löschen

  MISCHELBACH (ste) - Gestern Morgen kurz vor 6.00 Uhr konnte ein erneuter Scheunenbrand in der Hinteren Gasse in Mischelbach gerade noch verhindert werden. Auf dem gleichen Hof hatte es bereits zweimal im vergangenen Jahr gebrannt. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

  Kurz vor 6.00 Uhr bemerkte die Anwohnerin des landwirtschaftlichen Anwesens Brandgeruch. In einer an das Wohnanwesen angrenzenden Stallung entdeckte sie das Feuer und verständigte daraufhin die Rettungskräfte. Ein unmittelbarer Nachbar war durch die Feuerwehrsirene aufmerksam geworden, eilte sofort zu Hilfe und konnte das noch begrenzte Feuer gemeinsam mit seinem Sohn schnell ablöschen. Ein oder mehrere unbekannte Täter hatten in dem Stall das Stroh in Brand gesetzt.

  Durch die schnelle und beherzte Nachbarschaftshilfe wurde ein Übergreifen des Feuers verhindert. Die im Stall untergebrachten Kühe konnte so unverletzt gerettet und auch ein Gebäudeschaden verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

Großfahndung mit Hubschrauber

  Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Brand eine Großfahndung ein. Neben örtlichen Kräften kamen auch Streifenbesatzungen aus den umliegenden Inspektionen sowie ein Hubschrauber zum Einsatz. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken sowie das Brandkommissariat der Kriminalpolizei Ansbach übernahmen noch am gestrigen Donnerstagmorgen die Ermittlungen vor Ort. Auch wenn der Brand in dem Stall keinen größeren Schaden angerichtet hat, liegen die Nerven der Mischelbacher Bürger mittlerweile blank. “Es ist ganz schlimm, man weiß einfach nicht mehr, was man denken soll”, fasst Ortssprecherin Hannelore Wechsler die Stimmung in dem kleinen Dorf zusammen. Schließlich ist das bereits der fünfte Brand binnen eines Jahres.

  Inzwischen ermittelt die Kripo Ansbach bereits das dritte Mal in dem Anwesen in der Hinteren Gasse. Die Fahnder bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken nimmt Hinweise auf Verdächtige und Beobachtungen zum Brand rund um die Uhr unter Telefon 09 11 / 21 12 33 33 entgegen.

(Zeitungsbericht aus dem Weißenburger Tagblatt vom Freitag, 26.02.2010; Lokalteil S. 1)


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