Einsatz vom 06.01.2011  
Datum/Uhrzeit 06.01.2011, 13:50 - 16:00 Uhr
Einsatz Wohnungsbrand in Stirn, Pleinfelder Straße
Alarmierung Melderschleife 179 (Sammelruf)
Eingesetzte Kräfte / Fahrzeuge eigene fremde
42 Feuerwehrleute
Einsatzleitwagen
Mehrzweckfahrzeug
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug
Tanklöschfahrzeug
Drehleiter
Rüstwagen
Tragkraftspritzenfahrzeug
FF Stirn
Polizei Weißenburg
Kriminalpolizei Ansbach
Rettungsdienst
1. Bürgermeister Miehling
Einsatzbericht

Gerade, als Kommandant Herzner Erich in der Generalversammlung der Pleinfelder Feuerwehr seinen Bericht zum Jahr 2010 begonnen hatte, wurden die versammelten Wehrleute zum ersten Alarm im neuen Jahr alarmiert. “Wohnungsbrand” lautete das Alarmstichwort, und bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort in Stirn, Pleinfelder Straße, war von weitem eine starke Rauchentwicklung erkennbar.

Im Keller des Gebäudes wütete ein Vollbrand, sodass zwei Atemschutztrupps sofort mit der Brandbekämpfung im Innenangriff begannen. Die Feuerwehr Stirn unterstützte dabei von außen durch ein Fenster. Die sich im Kelllergeschoß befindende Küche, die Heizungsanlage sowie ein Vorraum brannten vollkommen aus. Das Übergreifen in das Erdgeschoss und darüber hinaus sowie in die Nebenwohnung konnte jedoch vermieden werden. Bereits um 14.18 Uhr konnte “Feuer aus” gemeldet werden.

Mit einem Hochdrucklüfter wurden anschließend die Wohnräume in den oberen Stockwerken entraucht. Durch die starke Hitzeentwicklung waren Wasserleitungsrohre der Hauswasserversorgung geplatzt und hatten fast wie eine Sprinkleranlage gewirkt. Zur Vermeidung eines weiteren Schadens wurde der Haupthahn dann jedoch abgedreht. Auch die Stromversorgung wurde komplett abgestellt, da mehrere Stromleitung von der Decke hingen. Nachdem mit Hilfe der Wärmebildkamera die verbleibenden Glutnester abgelöscht und der Brandschutt ins Freie gebracht worden waren, wurde das Wasser der defekten Wasserleitung sowie das Löschwasser aus dem Keller abgepumpt. Im Anschluss daran übernahm die Feuerwehr Stirn die Brandwache und räumte die Bandstelle.

Die Kriminalpolizei Ansbach nahm noch an der Einsatzstelle die Ermittlung zur Brandursache auf.

Die Verständigung der Einsatzkräfte war durch den 1. Bürgermeister Josef Miehling erfolgt, der sich auf dem Weg zur Generalversammlung der Feuerwehr Stirn befunden hatte. Er hatte bei der Anfahrt auf Grund der starken Rauchentwicklung den Brand entdeckt und sofort die Einsatzkräfte bei den Versammlungen alarmiert. Nur dadurch war ein sehr schnelles Eingreifen möglich, wodurch größerer Schaden vermieden werden konnte.

(Einsatzbericht von Uwe Groß)

Bilder
Zeitungsbericht

Kellerbrand im Pleinfelder Ortsteil Stirn

Keller brannte aus

Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt - Rund 40 Feuerwehrleute aus Pleinfeld und Stirn im Einsatz

  STIRN - Der Keller eines Einfamilienhauses in Stirn ist am Nachmittag des Dreikönigstages völlig ausgebrannt. Vier Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf 100000 Euro.

Sieht von außen fast harmlos aus: Bei dem Brand eines Kellers in einem Einfamilienhaus in Stirn entstanden dennoch 100000 Euro Sachschaden. Die Feuerwehrleute aus Pleinfeld und Stirn konnten dank ihres raschen Eingreifens verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.

  Ein 72-Jähriger wollte gegen 13.45 Uhr sein Haus verlassen. Er bemerkte Qualm aus dem Keller aufsteigen und alarmierte seine noch im Haus befindliche Ehefrau und seine beiden Töchter. Die ganze Familie konnte so noch rechtzeitig das brennende Haus verlassen. Eine gegenüber wohnende Nachbarin verständigte die Polizei. Es rückten etwa 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren von Stirn und Pleinfeld an und löschten das im Keller wütende Feuer rasch ab.

  Zwei Atemschutztrupps übernahmen den Innenangriff. Die Feuerwehr Stirn löschte von außen durch ein Fenster. Die sich im Kellergeschoss befindende Küche, die Heizungsanlage sowie ein Vorraum brannten vollkommen aus. Das Übergreifen in das Erdgeschoss, den ersten Stock sowie in die Nebenwohnung konnten die Brandschützer aber verhindern.

  Mit einem Hochdrucklüfter entrauchten die Mitglieder der Feuerwehren die Wohnräume in den oberen Stockwerken. Durch die starke Hitzeentwicklung platzten die Wasserleitungsrohre im Haus. Deshalb musste auch der Strom komplett abgeschaltet werden, da mehrere Stromleitungen von der Decke hingen, wie die Pleinfelder Feuerwehr mitteilte.

  Mit der Wärmebildkamera wurden die restlichen Glutnester abgelöscht und der Brandschutt ins Freie gebracht. Mit einen Wassersauger pumpte die FFW Pleinfeld das Wasser der defekten Wasserleitung sowie des Löschwassers ab. Die Feuerwehr Stirn übernahm die Brandwache und räumte die Brandstelle.

  Als der Notruf einging, hielt die Stirner Feuerwehr gerade ihre Generalversammlung ab. Parallel dazu rief Bürgermeister Josef Miehling bei den Einsatzkräften direkt an. Er war gerade auf dem Weg zur Generalversammlung, als auch er den Rauch entdeckte.

  Die 68-jährige Ehefrau des Hausbesitzers und die beiden 41 und 47 Jahre alten Töchter musste der Rettungsdienst nach der Erstversorgung vom Rettungsdienst in zwei nahe gelegene Kliniken bringen. Die Katze der Familie konnte aus dem Keller nur noch tot geborgen werden.

  Zur Brandursachenerforschung zogen die Beamten der Polizeiinspektion Weißenburg den Kriminaldauerdienst Mittelfranken hinzu. Das Brandkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach übernahm die Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen deutet vieles auf einen technischen Defekt in der Elektrik des teilweise ausgebauten Kellers hin, teilte die Polizei gestern Nachmittag mit.

  Die Durchgangsstraße von Stirn musste aufgrund der Rettungsmaßnahmen kurzfristig komplett für dden Verkehr gesperrt werden.

(aus dem Weißenburger Tagblatt vom 08./09.01.2011, Lokalteil S. 1; Foto: Heubeck)


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