13.12.2012

Zeitungsartikel:

Digitalfunk für Pleinfeld

Billiger durch Sammelbestellung

Marktgemeinderat stellte die Weichen für die Alarmierung der Zukunft -
Rund 158 000 Euro Gesamtkosten

  PLEINFELD (ste) - Der Marktgemeinderat Pleinfeld hat in einer Sondersitzung am Donnerstagabend der Sammelbestellung für Digitalfunkgeräte für die Freiwillige Feuerwehr einstimmig zugestimmt. Die Kosten für die Umrüstung der Feuerwehrfahrzeuge und die Anschaffung von Funkmeldern und Handgeräten beläuft sich insgesamt auf knapp 158 000 Euro. Rund 85 000 Euro bleiben bei der Gemeinde Pleinfeld hängen, der Rest wird durch Zuschüsse beglichen.

  Die Sondersitzung wurde noch kurz vor Weihnachten anberaumt, damit der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zusammen mit dem Landkreis Roth und der Stadt Schwabach eine überörtliche Sammelbeschaffung von Digitalfunkgeräten für die Freiwilligen Feuerwehren in die Wege leiten kann. Die Ausschreibung wird von einer speziell für diese Aufgabe eingerichteten überörtlichen Arbeitsgruppe durchgeführt. Durch die Sammelbestellung lassen sich, erörterte Bürgermeister Josef Miehling (FW) den Gemeinderäten, günstigere Konditionen erzielen.

  Feuerwehrkommandant Christian Arnold, der ursprünglich nur als Gast an der Sitzung teilnehmen wollte, erläuterte auf Bitten des Rathauschefs kurz den technischen Hintergrund der Umrüstung und bezifferte auf Nachfrage von Gemeinderat Norbert Schuster (FW), wie viele Geräte genau angeschafft werden müssen im Gemeindebereich. Insgesamt sind 15 Feuerwehrfahrzeuge umzurüsten, was mit rund 15 000 Euro zu Buche schlägt. Daneben müssen 64 Handsprechfunkgeräte (je 900 Euro), 18 Sirenensteuergeräte (je 1 500 Euro), 75 Funkmeldegeräte, 20 Ersatzakkus und 24 Ladehalter besorgt werden.

  Arnold zufolge sollen erst die Fahrzeuge umgerüstet und im Jahr danach die weitere Technik angeschafft werden. Weil die Digitalfunkgeräte anders zu bedienen sind als die analogen Geräte, müssen die Feuerwehrler auch dementsprechend geschult werden, führte der Kommandant aus. Bis die Umrüstung erfolgt sei, müsse in der Übergangsfrist zweigleisig gefahren werden und weiterhin noch analog gefunkt werden.

(Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 15./16. Dezember 2012, Lokalteil S. 3)


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