05.02.2013

Zeitungsartikel:

Fahrzeugbestand der FFW Pleinfeld

Ehrgeizige Agenda

Die Gemeinde muss bis 2020 kräftig in den Fuhrpark investieren

  PLEINFELD (ste) - Knapp eine halbe Million Euro muss die Marktgemeinde Pleinfeld bis 2020 für die Freiwillige Feuerwehr ausgeben. Die Stützpunktwehr muss kurz- und mittelfristig ihre Fahrzeugflotte auf- und umrüsten, um den Anforderungen gerecht zu werden. Kammandant Christian Arnold und sein Stellvertreter Andreas Rixner haben jetzt im Gemeinderat die sogenannte „Agenda 2020” vorgestellt.

  Der Hintergrund des umfassenden Konzepts: Kreisbrandrat Werner Kastner und Kreisbrandmeister Erich Herzner haben bereits vor einiger Zeit die grundsätzliche Strategie für den Brandkreis 1 vorgelegt, die für die Wehren in Ramsberg, Stirn und Walting wasserführende Fahrzeuge mit Atemschutz vorsieht, um die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen zu garantieren.

  Auch für die Stützpunktwehr in Pleinfeld wurde deren Fahrzeugbestand unter die Lupe genommen und festgestellt, dass einige Fahrzeuge dringen ersetzt werden müssten. Vordringlich ist hier der Ersatz für den Verkehrssicherungsanhänger (VSA) aus dem Jahr 1994, der bei Unfällen für die Absicherung des Verkehrs sowie für die Ölschadensbeseitigung benötigt wird.

  Das Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1975 hat größere Rostschäden, die Pumpe ist defekt, und es gibt keine Ersatzteile mehr dafür. Mit seinem großen Wassertank von 2500 Litern wurde es bislang vor allem in der Brandbekämpfung eingesetzt.

  Ebenfalls nicht mehr brandneu ist der geländegängige Rüstwagen 1 (RW 1), der für technische Hilfeleistungen, Verkehrsunfälle oder bei Sturmschäden zum Einsatz kam. Das Fahrzeug hat bald 27 Jahre auf dem Blech, dafür hat es eine Seilwinde, die fünf Tonnen bewegen kann. Der RW 1 dient auch für das Mehrzweckboot im Brombachsee als Unterstützung.

  Arnold machte den Gemeinderäten deutlich, dass der Verkehrssicherungsanhänger so schnell wie möglich beschafft werden sollte. Die Kosten für das Fahrzeug (11000 Euro) sind im Haushalt 2013 bereits eingebucht. Danach rangiert das Löschgruppenfahrzeug LF 20 (232000 Euro nach Abzug des Zuschusses), der Einsatzleitwagen ELW 1 (71500 Euro) und der Gerätewagen Logistik GW-L2 (151000 Euro).

  Pleinfelds Bürgermeister Josef Miehling kommentierte die Vorstellung des Kommandanten mit „ein umfangreiches und ehrgeiziges Programm”, das die Finanzplanung der Kommune in den kommenden Jahren nicht unerheblich betreffe. Norbert Schuster (FW) meinte: „Wir reden hier von 1,2 Millionen Euro, die wir in den nächsten Jahren ausgeben wollen.” Schuster schlug vor, die Anschaffungskosten und die Ausrüstung noch einmal von der Regierung von Mittelfranken prüfen zu lassen. Ein Vorschlag, den auch Arnold für sinnvoll erachtet: „Das ist auch für uns eine Entlastung.” CSU-Gemeinderat Stefan Ritzer meinte: „Danke an die Feuerwehr. Das ist jetzt für uns eine gute Grundlage für weitere Diskussionen.”

(Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 5. Februar 2013, Lokalteil S. 5)


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