Einsatz vom 07.02.2013  
Datum/Uhrzeit 07.02.2013, 1:38 - 5:00 Uhr
Einsatz Brand des Alten Schulhauses in Mischelbach
Alarmierung Melderschleifen 175 und 176
Eingesetzte Kräfte / Fahrzeuge eigene fremde
16 Feuerwehrleute
Mehrzweckfahrzeug
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug
Tanklöschfahrzeug
Drehleiter
Rüstwagen
FF Mischelbach
FF Röttenbach
FF Walting
FF Mannholz
BRK
Polizei
Kreisbrandinspektor
Kreisbrandmeister
Einsatzbericht

Um 1:38 alarmierte die Integrierte Leitstelle die Pleinfelder Feuerwehr nach Mischelbach. Eine Anruferin hatte einen Feuerschein in der Ortsmitte wahrgenommen, näheres war zunächst nicht bekannt. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass im „Alten Schulhaus” in der Bachstraße das Nebengebäude bereits in Vollbrand stand. Direkt hinter den Gebäude stand ein Flüssigkeitgastank, der eine besondere Gefahr darstellte. Auch in der Garage standen mehrere Gasflachen.

Durch das schnelle Eingreifen mit 3-C-Strahlrohren und dem Wendestrahlrohr über die Drehleiter konnte das Hauptgebäude gehalten werden. Der Gastank wurde gekühlt und die Gasflaschen in Sicherheit gebracht. Das Nebengebäude war leider nicht mehr zu retten. Insgesamt waren vier Atemschutztrupps im Einsatz.

Vom BRK wurden wir wie immer hervoragend versorgt. Die Feuerwehr Mischelbach stellte die Brandwache bis in die Morgenstunden. Auch der 1. Bürgermeister als Hausherr wurde alamiert und machte sich direkt vor Ort ein Bild der Lage.

(Einsatzbericht von Uwe Groß)

Bilder
Pressebericht mit Bildergalerie und Video

Beitrag des Bayerischen Rundfunks

Zeitungsbericht

Mehrere Feuerwehren bei Großbrand in Mischelbach im Einsatz

Nebengebäude wurde ein Raub der Flammen

Übergreifen auf Altes Schulhaus verhindert -
Ursache war vermutlich ein Defekt in der Elektrik -
Polizei schätzt den Schaden auf 80 000 Euro.

  MISCHELBACH (mau) - Das Nebengebäude des Alten Schulhauses in Mischelbach ist abgebrannt. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 80 000 Euro.

  Gegen 1.30 Uhr in der Nacht zum Donnerstag meldete ein Passant einen Feuerschein in der Ortsmitte. Als die Feuerwehr eintraf stand das Gebäude in der Bachstraße bereits im Vollbrand. Im Einsatz waren die Wehren aus Mischelbach, Pleinfeld, Georgensgmünd, Röttenbach, Mannholz und Walting. Ihnen geland es das Feuer zu löschen und ein Übergreifen auf das Hauptgebäude zu verhindern. Vier Atemschutztrupps waren im Einsatz.

  Direkt hinter dem Gebäude stand ein Flüssiggastank, was die Sache natürlich noch gefährlicher machte. Auch in der Garage standen mehrere Gasflaschen. Die Feuerwehren kühlten den Tank und brachten die Flaschen aus dem Gefahrenbereich heraus.

  Die Kriminalpolizei Ansbach hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen und sich gestern ein Bild vor Ort gemacht. „Es konnten bislang keinerlei Hinweise aufgefunden werden, welche auf ein vorsätzliches Herbeiführen des Brandes hindeuten”, meldete die Polizei ausdrücklich. Die Betonung hat natürlich mit Mischelbachs bewegter Feuerteufel-Vergangenheit zu tun. Nach bisherigem Erkenntnisstand war die Ursache aller Wahrscheinlichkeit nach ein Defekt in der Elektrik.

  Das Hauptgebäude selbst hat keine Schäden davongetragen, wie Bürgermeister Josef Miehling gestern gegenüber unserer Zeitung erklärte. Die Gemeinde ist Eigentümerin des Anwesens. Die Nebengebäude und die Garage sind abbruchreif, stellte der Bürgermeister fest, der froh war, dass keine Personen zu Schäden kamen. Gestern Nachmittag haben sich die Vertreter der Versicherung ein Bild vor Ort gemacht. Bevor dies nicht geschehen war, konnte Miehling keine detaillierteren Angaben machen, wie der weitere Zeitplan aussieht. Der Bau diente vor allem als Lager. Die Feuerwehr bewahrte dort die Grillbude, die Schiffschaukel, Tische, Stühle und weitere Dinge auf, die bei der Ottokirchweih und bei weiteren Veranstaltungen zum Einsatz kamen.

  Seit 1983 hat es in Mischelbach mehr als zwei Dutzend Fälle von Brandstiftung gegeben, hat die Kriminalpolizei Ansbach ermittelt. Nur wenige davon konnten geklärt werden. Besonders heftig ging es am Ende des ersten Jahrzehnts in diesem Jahrtausend ab. Eine junge Frau aus dem Dorf wurde damals verhaftet, sie war aber nur für einen Teil der Brandstiftungen verantwortlich. Der Verdacht gegen einen Mann aus dem Dorf, der länger in Untersuchungshaft saß, erhärtete sich schließlich nicht.

(Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 08. Februar 2013, Lokalteil S. 1)


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