Einsatz vom 31.03.2015  
Datum/Uhrzeit 31.03.2015, 11:18 - 17:15 Uhr
Einsatz Sieben Einsätze anlässlich Sturmtief „Niklas”
Alarmierung Melderschleife 179 (Sammelruf)
Eingesetzte Kräfte / Fahrzeuge eigene fremde
bis zu 20 Feuerwehrleute / Einsatz
Mehrzweckfahrzeug
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug
Drehleiter
Rüstwagen
FF Allmannsdorf
Polizei
Einsatzbericht

Das Sturmtief „Niklas” verursachte in Pleinfeld insgesamt sieben Einsätze. Bei sechs Einsätzen waren Bäume auf die Fahrbahn gefallen, sodass für die Verkehrsteilnehmer kein Durchkommen mehr war.

Bei einem Einsatz drohte ein Baum zunächst noch, auf ein Haus zu stürzen. Tatsächlich fiel dieser, noch bevor er beseitigt werden konnte, verursachte aber glücklicherweise nur einen geringen Schaden am Wohnhaus.

Ein Baum mit einem Durchmesser von ca. 1 Meter begrub ein Carport im Bereich des Bahnhofs und das darin geparkte Auto unter sich.

Im Einzelnen wurde die Pleinfelder Wehr zu folgenden Einsatzstellen gerufen:

11:18 - 12:00 UhrB 2 Richtung Heideck13 Mann
12:17 - 13:00 UhrPleinfeld - Erlingsdorf20 Mann
13:25 - 14:00 UhrPleinfeld - Börschleinsmühle11 Mann
13:25 - 14:00 UhrWUG 18 Pleinfeld - St. Veit7 Mann
14:00 - 15:00 UhrAm Bahnweiher/Bahnhof19 Mann
16:35 - 17:00 UhrWUG 18 Pleinfeld - Fiegenstall15 Mann
16:35 - 17:15 UhrRadweg Pleinfeld - Mischelbach8 Mann

(Einsatzbericht von Uwe Groß)

Bilder Bildergalerie der Einsätze anlässlich Sturmtief „Niklas” am 31.03.2015
Zeitungsbericht

Die Bilanz nach dem Sturmtief Niklas

Feuerwehren mussten
viele Bäume beseitigen

In Pleinfeld war ein Baum auf ein geparktes Auto gefallen, das nur noch Schrottwert hat - Kitesurfer nutzten die kräftigen Winde

Glück im Unglück: Dieser riesige Baum,
		  der neben dem Pleinfelder Bahnhof steht, fiel auf ein Carport und machten den daruntergeparkten VW Polo
		  platt. Glücklicherweise saß niemand in dem Auto. Foto: Steiner Spektakuläre Sprünge: Die
		  Kitesurfer am Großen Brombachsee hatten ihre Freude an den Böen des Sturmtiefs Niklas. Der
		  beschauliche See verwandelte sich in ein fränkisches Meer. Foto: Theo Baumann

  PLEINFELD (ste) - Insgesamt siebenmal musste die Feuerwehr Pleinfeld wegen des Sturmtiefs Niklas ausrücken und Hilfe leisten. Bei sechs Einsätzen mussten Bäume von der Fahrbahn geräumt werden. In Pleinfeld stürzte ein Baum auf ein Haus. Der Schaden war glücklicherweise relativ gering.

  Über mangelnde Arbeit konnten sich die Floriansjünger jedenfalls nicht beklagen. Ab dem späten Vormittag waren die Feuerwehrler im Stundentakt unterwegs. Um 11.18 Uhr fuhren 13 Mann in ein Waldstück bei Heideck, wo ein Baum die Fahrbahn blockiert hatte. Um 12.17 Uhr wurden 20 Mann in Erlingsdorf benötigt, um 13:25 Uhr waren 13 Feuerwehrler im Einsatz an der Börschleinsmühle.

  Die Bewohner eines Hauses hatten Glück im Unglück: Die riesige Fichte, die vor dem Balkon stand, drohte auf das Haus zu fallen. Bevor die Feuerwehrler den Baum sichern konnten, fiel er tatsächlich um, verursachte aber nur einen geringen Schaden am Haus.

  Der spektakulärste Einsatz für die Pleinfelder Feuerwehr dürfte der am Bahnhof in Pleinfeld gewesen sein, wo ein riesiger Baum auf ein Carport gestürzt war und den darunter befindlichen VW Polo unter sich begrub, der nur noch Schrottwert hat. Glücklicherweise befanden sich zu dem Zeitpunkt keine Menschen in dem Auto.

  Der letzte Einsatz der FFW Pleinfeld war um 17.15 Uhr beendet: Auch der Radweg von Pleinfeld nach Mischelbach war infolge des Sturms durch umgefallene Äste und Bäume unbenutzbar geworden und wurde von der Feuerwehr wieder freigeräumt.

  Die Polizei in Gunzenhausen, wo der Sturm noch heftiger wütete, war bei 14 Einsätzen involviert. Elfmal lagen umgestürzte Bäume quer, unter anderem auf der Bundesstraße 466 zwischen Gunzenhausen und Brand, der St 2222 zwischen Frickenfelden und Thannhausen und der Kreisstraße WUG 23 Richtung Mitteleschenbach sowie auf der Kreisstraße WUG 1 von Absberg in Richtung Langlau. Diese wurden von den eingesetzten Feuerwehren entfernt.

  Auch die Ampel in Schlungenhof drohte durch den starken Wind umzustürzen. Um die Mittagszeit deckte der Sturm das Blechdach an einem Bauteil des Simon-Marius-Gymnasiums ab. Das Dach wurde angehoben und regelrecht aufgerollt. Die Dachteile fielen überwiegend in den Pausenhof. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Sachschaden dürfte in die Zehntausende gehen.

  Dass das einen Leid manchmal durchaus des anderen Freud sein kann, zeigte sich am Großen Brombachsee, wo die Kitesurfer die orkanartigen Böen nutzten, um ihrem Hobby zu frönen. Das Sturmtief „Niklas” verwandelte den sonst eher ruhigen See in ein fränkisches Meer mit Gischt, hohen Wellen und Brandung und ermöglichte spektakuläre Sprünge mit dem vom Wind gezogenen Drachen.

(aus dem Weißenburger Tagblatt vom 1. April 2015, Lokalteil; Fotos: Steiner/Theo Baumann)


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