Feuerwehr-Oldtimer in Pleinfeld

Nostalgische Gefühle

Das älteste Fahrzeug war Baujahr 1898 - Rund 45 Fahrzeuge waren da

 

Buhlten um den Titel des ältesten Fahrzeugs: Die Rothauracher Wehr zog mit ihrem Spritzenwagen aus dem Jahr 1914 die Blicke auf sich. Letztendlich hatten die Allmannsdorfer um Rudolf Halmheut die Nase vorn, wie Hauptorganisator Hans Koller feststellte. Ihre Löschspritze hat das Baujahr 1898.

Ungewohnte Perspektive: Wer wollte, konnte sich am Pleinfelder Marktplatz mit der Drehleiter in die Höhe hieven lassen. Von dort aus konnten die Besucher die Welt einmal mit anderen Augen sehen. (Fotos: Seibold)

  PLEINFELD (sei) - Um die 45 Feuerwehr-Oldtimer gab es am Wochenende in Pleinfeld zu sehen.

Die Feuerwehr Pleinfeld nahm mit ihrem Oldtimer, einem Magirus LF 16 TS aus dem Jahr 1967 schon mehrmals an anderen Oldtimertreffen teil. Davon inspiriert, organisierte Zeugwart und Hausmeister Hans Koller ein Oldie-Treffen für Löschfahrzeuge in Pleinfeld. Dazu gab es kurzweiliges Rahmenprogramm von der Hüpfburg bis zur Drehleiterfahrt. Im Rathaus präsentierte der Historische Uniformen-Verein Treuchtlingen nostalgische Kleidungsstücke aus alten Zeiten. Und wer Lust hatte, konnte am Seenland-Quiz teilnehmen.

Für jeden Oldtimerfahrer gab es zudem eine dekorative Teilnehmerplakette. Dazu gab es für das am weitesten angereiste und das älteste Löschfahrzeug jeweils einen Modellfeuerwehrleiterwagen der Marke MAN zu gewinnen. Bei den ältesten Fahrzeugen machten nicht die favorisierten Rothauracher mit ihren stilechten Uniformen und dem Spritzenwagen aus dem Jahr 1914 das Rennen, sondern die Allmannsdorfer um Rudolf Halmheu. Ihre Löschspritze von der Nürnberger Feuerlöschfabrik Justus Christian Braun stammte aus dem Jahre 1898.

Bei den am weitest angereisten Fahrzeugen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Feuerwehr Ilvesheim aus dem Rhein-Neckar-Kreis und den Auerbachern von der Bergstraße in Hessen. Über den beiden schwebte noch als Damoklesschwert das Kettenkrad aus Gersfeld/Mitte bei Fulda. Wegen eines technischen Defekts war es jedoch sehr fraglich, ob es das Gefährt rechtzeitig nach Pleinfeld schaffen würde.

(Artikel aus dem Weißenburger Tagblatt vom 03.09.2012)