Allgemeines zum Thema “Atemschutz”

In Pleinfeld befindet sich die Atemschutzstrecke des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Sie wurde mit dem Bau des aktuellen Feuerwehrgerätehauses (1984) in Betrieb genommen und wird seitdem von allen Wehren des Landkreises genutzt.

Jeder Landkreis muss mindestens eine Atemschutzübungsstrecke für die Schulug und Übung der Feuerwehren bauen und unterhalten. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine solche Einrichtung. Der bayerische Staat bezuschusst diese Anlagen erheblich.

In Pleinfeld war seit längerer Zeit geplant, der Feuerwehr eine geeignete Unterkunft zu bauen. Es war notwendig, einen Schlauchturm, Toiletten, Schulungsraum und andere Räumlichkeiten zu erstellen. Im Zusammenhang mit diesem Neubau bot sie die Integrierung des Atemschutzzentrums geradezu an.

Der Kreistag stimmt für Pleinfeld und gab erhebliche Mittel für dieses Landkreisprojekt frei. Der Marktgemeinderat und der erste Bürgermeister Otto Feil unterstützten das Vorhaben ideell und finanziell in vorbildlicher Weise.

Am 28. September 1984 wurde zusammen mit dem Feuerwehrhausneubau die Atemschutzübungsstrecke des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in Pleinfeld eingeweiht und an die FFW Pleinfeld zur Betreuung übergeben.


Warum Atemschutz?

An Brand- und Unfallstellen ist die Atemluft häufig so von Brandrauch oder Giften verschmutzt, dass ein Vorgehen, Arbeiten und Retten ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht möglich ist. Die Statistik der letzten Jahre zeigt, dass bei 70 % der Einsätze mit Atemschutzgeräten gearbeitet werden musste.


Was ist Atemschutz?

Die Feuerwehren verwenden Geräte, die es ermöglichen, absolut unabhängig und isoliert von der verrauchten, vergifteten Umgebungsluft zu arbeiten. Die Feuerwehrmänner haben “ihre Luft” in Stahlflaschen dabei. Die Atmungsorgane (Mund, Nase, Lunge) werden ca. 1 Stunde lang durch diese Geräte mit sauberer Atemluft versorgt.


Warum Ausbildung im Atemschutz?

Atemschutz ist bei bestimmten Einsätzen überlebensnotwendig. Die Atemschutzgeräteträger müssen daher ständig aus- und weitergebildet werden. Nur durch ständiges Üben kann sichergestellt werden, dass die Atemschutzgeräteträger den an sie gestellten Ansprüchen im Ernstfall auch gerecht werden.

Den Feuerwehren des Landkreises steht mit der Atemschutz-Übungsstrecke in Pleinfeld eine Einrichtung zur Verfügung, die dazu beträgt, den Ausbildungsstand der Atemschutzgeräteträger auf hohem Niveau zu halten.

Ausbildungsziel ist die Beherrschung des Atemschutzgerätes unter Einsatzbedingungen. Sichere Handhabung, Gewöhnung, Orientierung, Verständigung und Feststellung der körperlichen Belastbarkeit sind Voraussetzung für den Einsatzfall. Außerdem wird das Suchen und Retten von “Verunglückten” sowie die Bergung von Personen und Gegenständen aus Tanks bzw. Silos geübt.


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