Brandschutz im Haushalt
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600 Brandtote sind zu viel

Feuerwehr-Jahresaktion zu Verhütung von Bränden im Haushalt

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6.000 werden dadurch verletzt. Die meisten Brände passieren zu Hause. Um die Bevölkerung auf Brandgefahren im Haushalt zu sensibilisieren sowie über Rauchmelder und das richtige Verhalten bei Bränden zu informieren, führen die Feuerwehren mit ihrem Landesfeuerwehrverband Bayern ab September eine Jahresaktion mit dem Motto “Wir sorgen für Ihre Sicherheit tun Sie es auch” durch.

Die Höhe der Brandsachschäden erreicht inzwischen fast 4 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Diese schlimmen Ereignisse werden in 31 Prozent der Fälle durch Elektrizität und in 19 Prozent durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. So werden durch Unwissenheit und falsches Verhalten werden in vielen Fällen die Brandfolgen verschlimmert.

Die unbeaufsichtigte Kerze, das vergessene Essen auf dem Herd, das eingeschaltete Bügeleisen, spielende Kinder, die eine Herdplatte einschalten oder einen heißen Topf vom Kochfeld ziehen, ein Raucher im Bett, Spiritus als Grillanzünder oder auch Elektrogeräte im Standby-Betrieb sind beispielhafte Brandursachen und Auslöser für rund 3.800 Wohnungsbrände, zu denen die Feuerwehren Bayerns jährlich ausrücken müssen.

Viele der rund 600 Brandtoten könnten noch leben, wenn in der Wohnung ein Rauchmelder installiert gewesen wäre. Dieser schlägt Alarm, wenn es zu einer Rauchentwicklung kommt. Wertvolle Minuten können gewonnen werden, um sich in Sicherheit zu bringen. Viele meinen, wenn es brennt, bleiben mehr als zehn Minuten um die Wohnung zu verlassen. Unter Umständen ein tödlicher Irrtum: Durchschnittlich bleiben nur vier Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

Der erste Schritt nach der Entdeckung eines Brandes ist, die Türe zum Brandraum zu schließen und die Feuerwehr über den europaweiten Notruf 112 zu verständigen. Nach Möglichkeit sollte dabei eine genaue Ortsbeschreibung und eine Einschätzung der Lage geliefert werden. Dabei einen kühlen Kopf und Ruhe zu bewahren ist oberstes Gebot. Weiterhin sollten betroffene Personen gewarnt sowie ggf. Verletzte und Hilflose mitgenommen und unterstützt werden. Im Hinterkopf behalten: Kinder in Panik verstecken sich gerne. Auf keinen Fall Aufzüge benutzen.

Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Deshalb sollte man bei verrauchten Treppenhäusern und Korridoren im Zimmer bleiben, Türen abdichten und sich am Fenster bemerkbar machen, bis die Feuerwehr eintrifft. Ist eine Flucht durch den Rauch unumgänglich, sorgt die Fortbewegung am Boden für eine bessere Sicht. Eigene Löschversuche nur durchführen, wenn eine eigene Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Im Ernstfall gilt: Personenrettung steht vor Brandbekämpfung. Wertvolle Sekunden können gewonnen werden, indem die Feuerwehr eingewiesen und vor dem Haus in Empfang genommen wird.

Ein großes Anliegen der Pleinfelder Feuerwehr ist es, schon im Kindergarten und im Vorschulalter sowie später in den Schulen auf die Gefahren des Feuers und das richtige Verhalten im Brandfall spielerisch hinzuarbeiten. So führen wir bereits über viele Jahre Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen durch.

Mit der Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009 möchten die Feuerwehren auf die Brandgefahren, die im Haushalt lauern, hinweisen und dazu beitragen, dass es künftig weniger Brände mit weniger Toten und Verletzten gibt. Ein wesentlicher Beitrag hierzu würde die flächendeckende Installation von Rauchmeldern leisten.

Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen interessante Artikel und Informationen für Sie zur Verfügung stellen, die Ihnen helfen sollen, ihr Zuhause sicherer zu machen, denn:

Wir sorgen für Ihre Sicherheit -
tun Sie es auch!

(Musterpressetext und Plakate des LFV Bayern e. V., überarbeitet von F. Heller; Fotos: X-plosive Multimedia)

Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema
“Der richtige Notruf”


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