Brandschutz
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Tipps der Feuerwehren für den Notfall

Anruf unter 112 ist immer sinnvoll

Feuermelder im Freien alarmieren nur die örtlichen Helfer -
Möglichst genaue Angaben sind nötig

  WEISSENBURG - Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es noch vielfach die kleinen rot umrandeten Feuermelder. Diese befinden sich beispielsweise an Feuerwehrgerätehäusern oder in Schulen und dienen einem Zweck: der Alarmierung der Feuerwehr im Brandfall. Dennoch gibt es Unterschiede, so die Feuerwehren im Landkreis. Sie geben auch Tipps, was im Notfall beachtet werden sollte.

  Wird die Glasscheibe an einem Feuermelder, beispielsweise an einem Feuerwehrhaus, eingeschlagen und der Knopf gedrückt, geht das Alarmsignal an die daran angeschlossene Sirene der jeweiligen Ortsfeuerwehr. Es werden aber keine weiteren Stellen, wie die zuständige Polizeidienststelle, verständigt. Die Funkmeldeempfänger der Feuerwehren werden ebenfalls nicht ausgelöst, da die erstalarmierende Stelle - im Landkreis die Polizeiinspektion Weißenburg - nicht automatisch informiert wird. Dieser Umstand sorgte in letzter Zeit vereinzelt für Verwirrung, da jene Tatsache in der Bevölkerung teilweise nicht bekannt war.

  Es ist daher unbedingt notwendig, dass die Person, welche den Feuermelder betätigt hat, vor Ort bleibt, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. So könne sichergestellt werden, dass die herbeigerufenen Feuerwehrkräfte Auskunft über die Art und den genauen Ort des Unglücksfalls bekommen. Im Ernstfall lassen sich dann wertvolle Minuten sparen, und weitere Schritte - wie beispielsweise die Information der Polizeidienststellen und eine Nachalarmierung zusätzlicher Einsatzkräfte - können veranlasst werden.

  Kreisbrandrat Wemer Kastner weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass nach der Alarmierung über Druckknopfmelder zusätzlich ein Anruf an die Notrufnummer 112 erfolgen soll. Dadurch werde sichergestellt, dass die Alarmierung gezielt und einsatzabhängig durchgeführt werden kann und gemäß dem vorgesehenen Alarmierungsplan erfolgt. “Die Druckknopfmelder sollten nur verwendet werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht”, so der Kreisbrandrat. Sollte es einmal zum Ausfall des Telefon- und des Handynetzes kommen, kann über diese Notrufeinrichtungen trotzdem die Feuerwehr alarmiert werden.

  Gelegentlich findet man in geschlossenen Gebäuden ebenfalls Feuermelder. Diese Druckmelder befinden sich in Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen und Gebäuden mit starker Personenfrequenz. Das Alarmsignal läuft hierbei, anders als bei den Druckmeldern an den Feuerwehrhäusein, normalerweise in einer Brandmeldezentrale auf, die das Signal direkt an die erstalarmierende Stelle, sprich eine Feuerwehreinsatzzentrale oder Polizeidienststelle, weiterleitet. Bei Auslösung eines solchen Feuermelders ist nach dem Verlassen des Gebäudes ebenfalls ein zusätzlicher Anruf der auslösenden Person bei der Notrufnummer 112 hilfreich.

  Bei dieser Alarmierung sollten einige Spielregeln unbedingt eingehalten werden: Ort, Straße und Hausnummer sind zu nennen, ebenso um welche Notsituation es sich handelt, beispielsweise um einen Zimmerbrand, Waldbrand oder Verkehrsunfall. Zusätzlich ist zu klären, ob es Verletzte gibt oder Personen und Tiere in Gefahr sind. In jedem Fall sollte auch angegeben werden, wer den Notfall meldet. Sind diese Dinge geklärt, sollte man unbedingt auf Rückfragen der Beamten warten und nicht sofort wieder auflegen.

(aus dem Weißenburger Tagblatt vom 12./13. September 2009, Lokalteil S. 9)


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